Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen?

Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen?

Der Unterschied liegt nicht im Profilbild, sondern in der Gummimischung. Sie entscheidet, wie sich der Reifen bei welcher Temperatur verhält.

Sommerreifen

Eine härtere Mischung, die bei Wärme formstabil bleibt. Vorteile bei Temperaturen über etwa 7 °C: kürzerer Bremsweg auf trockener und nasser Fahrbahn, geringerer Rollwiderstand, weniger Verschleiß.

Unter 7 °C wird die Mischung hart, die Haftung lässt spürbar nach – auch auf trockener Straße.

Winterreifen

Eine weichere Mischung mit hohem Silika-Anteil, die auch bei Kälte elastisch bleibt, dazu viele Lamellen, die sich im Schnee verzahnen. Deutlich bessere Traktion auf Schnee und Eis, kürzerer Bremsweg bei Kälte.

Im Sommer dagegen: längerer Bremsweg, schwammigeres Lenkverhalten, deutlich höherer Verschleiß.

Ganzjahresreifen

Ein Kompromiss. Sinnvoll, wenn Sie wenig fahren, überwiegend im Flachland unterwegs sind und selten mit starkem Schneefall rechnen müssen. Wichtig: Nur Ganzjahresreifen mit Schneeflockensymbol erfüllen die österreichische Winterreifenpflicht.

Wer regelmäßig über Bergstraßen fährt oder hohe Jahreskilometer hat, fährt mit zwei Satz Reifen sicherer und unterm Strich meist auch günstiger.

Wann wechseln?

Die Faustregel „von O bis O“ – von Ostern bis Oktober Sommerreifen – ist ein grober Anhaltspunkt. Praktischer ist die Temperatur: Wenn die Tagesdurchschnittstemperatur dauerhaft unter 7 °C liegt, gehören Winterreifen ans Fahrzeug.

In Österreich gilt zusätzlich die situative Winterreifenpflicht vom 1. November bis 15. April.

Reifenalter und Lagerung

Auch ungenutzte Reifen altern. Nach etwa sechs Jahren lässt die Elastizität der Mischung nach, nach zehn Jahren sollten Reifen unabhängig vom Profil ersetzt werden. Das Herstellungsdatum lesen Sie an der DOT-Nummer ab.

Eingelagerte Reifen gehören kühl, trocken und dunkel gelagert – ohne Felge stehend und regelmäßig gedreht, mit Felge liegend oder hängend.